Möglichkeiten der Finanzierung von Praktika im In- und Ausland

Das (Auslands-)Praktikum bedarf einer längerfristigen Vorbereitung. Anträge für Stipendien oder auch Visaanträge haben meist lange Bearbeitungszeiten und strenge Antragsfristen, sodass Sie sich bereits im ersten Semester Ihres Studiums überlegen sollten, wann und wo Sie Ihr Praktikum absolvieren möchten. Folgende Übersicht soll Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten bieten.

Praktikum im Ausland

Promos (DAAD), DAAD-Kurzstipendium, ERASMUS+-Praktikum

Promos (DAAD)

Förderzeitraum 6 Wochen - 6 Monate
Stipendienhöhe 300€ monatlich, Reisekostenpauschale von 200 - 1950€ [ Fördersätze 2016 [PDF, 53 kB] ]
Förderregion weltweit, jedoch nicht im ERASMUS+-Gebiet
Bewerbungsvoraussetzungen Vollzeitstudium, Deutsche Staatsangehörigkeit oder Deutschen nach §8 BAföG Gleichgestellte
Bewerbungsunterlagen Bewerbungsbogen, Lebenslauf, Immatrikulationsbescheinigung, Nachweis der Praktikumseinrichtung, Motivationsschreiben, Empfehlungsschreiben, Sprachnachweis
Bewerbungsturnus 01.05.2017-15.06.2017 für August bis Dezember 2017; 01.12.2017-31.01.2018 für Januar bis Juli 2018
weitere Hinweise Programm oder auf den Seiten des DAAD

DAAD-Kurzstipendium

Förderzeitraum 6 Wochen - 3 Monate
Stipendienhöhe 100-1950€ [ Fördersätze 2017 ]
Förderregion
  • deutsche Auslandsvertretungen
  • Deutsche Schulen (ZfA) im Ausland [ Übersicht ]
  • Goethe-Institute
Bewerbungsvoraussetzungen Vollzeitstudium, Deutsche Staatsangehörigkeit oder Deutschen nach §8 BAföG Gleichgestellte
Bewerbungsunterlagen Antragsformular, Kontaktschreiben des Praktikumsbüros, Sprachnachweis, Motivationsschreiben, Notenspiegel, Kopie des Personalausweises, Immatrikulationsbescheinigung
Bewerbungsturnus ganzjährig, mindestens zwei Monate vor Praktikumsbeginn im online-Portal
weitere Hinweise Programm

ERASMUS+-Praktikum 

Förderungszeitraum ab 2 Monaten, Mehrfachmobilität möglich, maximal jedoch 12 Monate pro Studienabschnitt
Stipendienhöhe ca. 200 - 300 € (abhängig von den bereitgestellten Mitteln, ländergestaffelt);
100 € bei Praktikumsentgelten über 200 €
Förderregion EU-Staaten sowie Türkei, Norwegen, Liechtenstein, Island, Kroatien; NICHT für EU-Einrichtungen und Botschaften
Bewerbungsvoraussetzungen Studierende(r) der Universität Leipzig, sowie ein Jahr nach Abschluss des Studiums, ausreichende Sprachkenntnisse
Bewerbungsunterlagen Praktikumsvereinbarung, Online-Registrierung auf den Seiten des Akademischen Auslandsamtes
Bewerbungsturnus spätestens ein Monat vor Praktikumsbeginn
weitere Hinweise Programm

Verbindung des Praktikums mit einem Auslandssemester

Optimal ist es, das Praktikum und das Auslandssemster zu verbinden und während des empfohlenen Auslandsteilstudiums sowohl Studienleistungen zu erbringen als auch Lehrerfahrungen im Ausland zu sammeln.

ERASMUS+

Es ist möglich, das Auslandspraktikum mit der Teilnahme am ERASMUS+-Programm zu verbinden und neben dem Praktikumsmodul (10 LP) zwei Module (je 10 LP) der Partneruniversitäten des Herder-Instituts zu belegen. Hierzu bieten sich die Auslandswahlpflichtmodule „Sprache und Kultur des Gastlandes“ sowie „Deutsch als Fremdsprache im nichtdeutschsprachigen Raum“ an. Der Vorteil liegt darin, mehr Zeit für das Praktikum zu haben und zugleich das Studium ohne zeitliche Verzögerung fortsetzen zu können, da die Anrechnung gewährleistet ist. Die Bewerbungsfrist für einen ERASMUS+-Aufenthalt endet in der Regel im Dezember des Vorjahres. Gern beraten wir Sie im Praktikumsbüro zu den Details. Weitere Informationen finden Sie auch im Bereich ERASMUS+ auf den Seiten des Herder-Instituts .

PROMOS-Stipendium für Studienaufenthalte im Ausland

Als Alternative zu einer Praktikumsförderung kann über das PROMOS-Programm (DAAD) auch ein Stipendium für ein Auslandssemester beantragt werden. Dieses beinhaltet auch eine Pauschale zur Deckung der Studiengebühren sowie eine Reisekostenpauschale und ermöglicht es – ähnlich wie ERASMUS+ –, das Praktikum über einen längeren Zeitraum zu strecken und anrechenbare Module zu belegen und damit einen Studienaufenthalt außerhalb der EU zu finanzieren.


Weitere Fördermöglichkeiten

Deutsche Fremdsprachenassistent/innen (FSA) an Schulen im Ausland

Der Pädagogische Austauschdienst (PAD) bietet im Rahmen seines Fremdsprachenassistent/innen-Programms Studierenden die Möglichkeit zu einem mit 800 €/Monat geförderten 6-11 monatigen praxisbezogenen Auslaundsaufenthalt in einer Vielzahl von Ländern in Europa und weltweit . Die Aufgaben der FSA sind vielseitig und umfassen in erster Linie die Mitarbeit im Deutschunterricht mit Schwerpunkt auf der Vermittlung sprachpraktischer Fähigkeiten. Gerade DaF-Studierende, welche sich für China und Frankreich interessieren, haben sehr gute Chancen, innerhalb des Programms gefördert zu werden. Bewerbungstermin (außer für die USA) ist der 01. Dezember des jeweiligen Vorjahres. Das Praktikum kann nur bedingt im Rahmen des Praktikumsmoduls anerkannt werden. [ Weiterführende Informationen ]

Deutsche Fremdsprachenassistent/innen an Privatschulen in Spanien

Meddeas (Multilingual Education Development & Support) sendet jedes Jahr deutsche, englische und französische Muttersprachler/innen nach Spanien, um an dortigen Privatschulen den jeweiligen Sprachunterricht zu unterstützen. Es werden keine bis wenige Lehrerfahrungen vorausgesetzt. Vielmehr bietet die Organisation Weiterbildungsmaßnahmen durch eine spanische Universität an, um qualitativ angemessenen Unterricht zu gewährleisten. Je nach gewähltem Programm und Unterkunft in Gastfamilie oder eigener Wohnung erhalten die FSA zwischen 300 € und 900 € monatlich bei 20 Unterrichtsstunden pro Woche. Die FSA sind verantwortlich für eigene Unterrichtsstunden, Konversationskurse für Schüler/innen und Lehrer/innen sowie extracurriculare Aktivitäten. Dabei werden sie von Mentor/innen unterstützt. Die Schulen, an denen die FSA tätig sein werden, werden nach den individuellen Interessen der FSA ausgewählt. Beispielsweise kann es sich sowohl um Gymnasien als auch um Grundschulen handeln. Es besteht darüber hinaus die Möglichkeit einen Sprachkurs zu besuchen. Bei Interesse informieren Sie sich direkt bei meddeas oder im Praktikumsbüro. Dort liegt eine Broschüre mit detaillierten Informationen bereit.

Förderung durch das Deutsch-Französische Jugendwerk

Das DFJW fördert fachbezogene Praktika in Frankreich, die als Bestandteil des DaF-Studiums anerkannt werden. Diese sind bei einer französischen Einrichtung während des Bachelor-Studiums abzuleisten. Eine Förderung von 300 €/Monat zzgl. Reisekostenzuschuss ist vorgesehen, welche aber drei Monate nicht übersteigt. [ Weiterführende Informationen ]

Carlo-Schmid-Programm

Gefördert werden Praktika bei internationalen Organisationen, EU-Institutionen und international agierenden Organisationen im Bereich Umwelt, Menschenrechte, Humanitäre Hilfe, Migration und politische Ethik im Zeitraum von drei bis sechs Monaten. Diese Fördermöglichkeit bezieht sich also vor allem auf Praktika im Masterstudiengang. [ Weiterführende Informationen ]

GFPS-Stipendienprogramm

Die Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa ist ein eingetragener Verein, der Semesteraufenthalte an Universitäten in der Tschechischen Republik und in Polen subventioniert und damit die Möglichkeit bietet, ein Auslandssemester mit dem Praktikum zu verbinden. Das Stipendienprogramm stellt für diese Länder eine attraktive Ergänzung der bestehenden ERASMUS+-Partnerschaften dar. [ Weiterführende Informationen ]

"Go East" - Praktikantenprogramm "Russland in der Praxis"

Seit 2012 fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) im Rahmen von "Go East" aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Praktikantenvermittlungen nach Russland. Das Programm wird in Kooperation mit der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) Moskau sowie der Moskauer Higher School of Economics (HSE) durchgeführt.
Ziel des Programms ist es, einen Beitrag dazu zu leisten, die wachsende Nachfrage nach Fachkräften und Wissenschaftler/innen mit Russlanderfahrung zu befriedigen. Dabei werden deutsche Studierende für sechsmonatige Praktika in der Russischen Föderation mit 900 € monatlich sowie einem Reisekostenzuschuss von 275 € gefördert. Die Praktikumsplätze werden von Unternehmen, die in der Regel Mitglieder in der AHK Moskau sind, zur Verfügung gestellt.
Bewerben können sich deutsche Bachelor- und Master-Studierende, die an deutschen Hochschulen eingeschrieben sind, sowie Deutschen Gleichgestellte (gemäß § 8 BAföG). [ weiterführende Informationen ]

Studienbegleitprogramm für Studierende aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa (STUBE)

STUBE Sachsen ist die Abkürzung für STUdienBEgleitprogramm und richtet sich an ausländische Studierende, die an sächsischen Hochschulen eingeschrieben sind. Das Zentrum fördert berufsvorbereitende Praktika- und Studienaufenthalten (BPSA) in Afrika, Asien und Lateinamerika. Gefördert werden Studierende, die:

  • aus Afrika, Asien und Lateinamerika kommen und kein Stipendium erhalten,
  • das Grundstudium erfolgreich abgeschlossen haben und die Reisekosten nicht selber übernehmen können,
  • in den letzten 20 - 24 Monaten nicht in ihrem Heimatland waren,
  • einen Aufenthalt von mindestens 6 Wochen bis maximal 3-6 Monate planen und die
  • an entwicklungspolitischen Themen interessiert sind und sich gesellschaftlich engagieren.

[ Programmwebsite ]


Praktikum im Inland

Für Praktika im Inland besteht ausschließlich die Möglichkeit, diese über die reguläre BAföG-Förderung zu finanzieren. Eine weitere Möglichkeit stellen die wenigen bezahlten Praktika dar, die für Masterstudierende bestehen und vor allem in folgenden Bereichen zu finden sind:

  • Verlagswesen
  • Kursassistenzen bei interDaF am Herder-Institut e.V.

Für weitere Angebote wenden Sie sich bitte an das Praktikumsbüro.


Downloads

[Finanzflyer mit einer Übersicht über die Finanzierungsmöglichkeiten für Praktika] [PDF, 183 kB]

 

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Kontakt Praktikumsbüro

Dorothea Spaniel-Weise, M.A.

Raum 1014
Tel.: +49-(0)341 / 97 37 534
E-Mail: dorothea.spaniel-weise@uni-leipzig.de

Sprechzeiten im Sommersemester 2017:

dienstags, 13.30 - 14.30 Uhr

 


Sprechzeiten von
Leonore Fischer im Sommersemester 2017:

montags, 11.00 - 12.00 Uhr
mittwochs, 11.00 - 12.00 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Die Sprechstunde von Leonore Fischer am Montag, 3. Juli, wird vorverlegt auf 10.00 - 11.00 Uhr.