Abgeschlossene Projekte

Übersicht der in den letzten Jahren abgeschlossenen Projekte.

VISS - Verbleibspotenzial internationaler Studierender in Sachsen

Das am Herder-Institut angesiedelte Projekt „VISS – Verbleibspotential internationaler Studierender in Sachsen“ beabsichtigt die komplexen Prozesse der Bleibeentscheidung und des Arbeitsmarktzugangs internationaler Studierender am Beispiel des Freistaats Sachsen exemplarisch entlang der folgenden Fragen zu untersuchen:

  1. Welche Faktoren begünstigen die Entscheidung für den Verbleib, welche erschweren sie?
  2. Wie beeinflussen regionale Akteure internationale Studierende und ihre Karriereentscheidungen?
  3. Welche Kooperationsformen und "Arbeitsteilungen" zwischen Politik, Verwaltung, Hochschulen und Unternehmen haben sich entwickelt, um den Verbleib und die Aufnahme einer Beschäftigung zu ermöglichen?

Zugleich soll damit die empirische Grundlage für die Entwicklung von praxisbezogenen Strategien geschaffen werden, die das Potenzial internationaler Studierender in regionalen Kontexten besser ausschöpfen.

Projektleitung: Prof. Dr. Karen Schramm
Projektteam: Outi ArajärviDr. Roland Drubig
Laufzeit: 2013-2014
Kontakt: karen.schramm@uni-leipzig.de
Projekthomepage:  http://www.uni-leipzig.de/~vissprojekt/

Sprachsensibilisierung in der beruflichen Qualifizierung (SpraSiBeQ)

Projektteilnahme: Prof. Dr. Karen Schramm (Leitung Leipzig)
Projektteam: Theresa Birnbaum, Juana Kupke
Laufzeit: Mai 2013 - Dez. 2014
Finanzierung: BMAS, BMBF & Arbeitsagentur
Projekthomepage: www.deutsch-am-arbeitsplatz.de/sibeq

LeLeBe - Leipziger Lernberatung in Integrationskursen mit Alphabetisierung

Das Projekt verfolgt das Ziel, illiterate Migrant/inn/en bei der Bewältigung von Lernschwierigkeiten linguistisch fundiert zu beraten und auf diese Weise sowohl ihre Autonomiepotenziale als auch ihr sprachliches Lernen zu fördern und in Kooperation mit den Kursleitenden diagnosebasierte Förderkonzepte und -materialien für einen binnendifferenzierenden zweitsprachlichen Alphabetisierungsunterricht zu erstellen. Dafür wird zunächst ein Lernberatungskonzept entwickelt, welches im Anschluss im Raum Leipzig und Umgebung durch zwei Lernberater erprobt wird. Sowohl das Lernberatungskonzept als auch die Materialien zur Unterstützung von Kursleitenden in Integrationskursen mit Alphabetisierung sollen nach Projektabschluss bundesweit bereitgestellt werden. Bei den zu entwickelnden Diagnose- und Fördermaterialien sowie Beratungsinstrumenten für illiterate Sprachenlernende wird zum einen ein kontrastiver Ansatz berücksichtigt, der die Erstsprachen Arabisch, Kurdisch, Russisch, Türkisch einbezieht, und zum anderen verfolgt das Projekt einen sozio-kulturellen Ansatz, der den funktionalen, handlungsorientierten Schriftgebrauch in Familie und sozialem Umfeld als Ausgangspunkt der Lernberatung wählt.

Projektleitung:  Prof. Dr. Karen Schramm
Projektmitarbeiter: Stefan Markov & Christiane Scheithauer

Projektpartner:

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Regionalstelle Chemnitz

Caritasverband Leipzig e.V.

Dudeninstitut für Lerntherapie

FAA Bildungsgesellschaft mbH Südost

Koordinierungsstelle Alphabetisierung im Freistaat Sachsen

Language Coach Institut

Leipziger Gesellschaft für Bildung und Arbeit mbH

Netzwerk Integration - Migranten in Leipzig

ABC-Schule Leipzig

Stadt Leipzig - Referat für Migration und Integration

studio lingua

zu Hause e.V.

Finanzierung: Europäischer Integrationsfond, Robert Bosch Stiftung 
Laufzeit: April 2012 - März 2014
Kontakt: karen.schramm@uni-leipzig.de
Projekt-Homepage:  http://research.uni-leipzig.de/lelebe/

Sprachförderung im Erzählkreis: Mündliche Grundschulerzählungen in Deutsch als Zweitsprache

Wie werden Kinder, die im Erzählkreis der Grundschule auf Deutsch als Zweitsprache erzählen, von ihren MitschülerInnen und LehrerInnen bei Erlebniserzählungen, Phantasieerzählungen, Bildergeschichten und Nacherzählungen interaktiv unterstützt? Welche dieser scaffolding-Verfahren sind als besonders förderlich für die sprachliche und narrative Entwicklung des Kindes zu betrachten? Diesen Fragen gehen wir in unserem Projekt unter besonderer Berücksichtigung der Variablen Sprachprofil des Erzählkindes, Klassenstufe, Gruppengröße, Erzählart, Erzählerfolg und Erzählkooperation nach. Grundlage unserer Untersuchung ist ein Korpus von 700 videografierten mündlichen Grundschulerzählungen, das aus dem Münsteraner Großkorpus des Projekts Deutsch & PC (Grießhaber 2002-2006, siehe http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/dpc/index.html ) erstellt und nach dem Verfahren HIAT mit der Software EXMARaLDA transkribiert wurde. Mithilfe eines diskursanalytischen Analyseverfahrens und einer relationalen Datenbank erarbeiten wir Empfehlungen für die Sprachförderung im Erzählkreis der Grundschule.

Projektleitung: Prof. Dr. Karen Schramm
Projektteam: Caterina Mempel (wissenschaftliche Mitarbeiterin)
Ditte Buchwald, Sebastian Heindel, Kathrin Rüthling (studentische Hilfskräfte)
Laufzeit: 2008-2012
Kontakt: karen.schramm@uni-leipzig.de

FALDaZ - Fernstudieneinheit Alphabetisierung in Deutsch als Zweitsprache

Seit Einrichtung der Integrationskurse mit Alphabetisierung besteht ein dringender Weiterbildungsbedarf zur Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch und zum mündlichen Sprachunterricht mit wenig literalisierten Lernenden. Im Auftrag des Goethe-Instituts erstellen wir deshalb im Projekt FALDaZ für interessierte Kursleitende eine Fernstudieneinheit, die als Teil des neuen Qualifizierungsprogramms des Goethe-Instituts mit dem Titel „Deutsch lehren lernen: Fort- und Weiterbildungsprogramm weltweit" (DLL) im Jahre 2012 erscheinen soll. Das Konzept der Fernstudieneinheit basiert zum einen auf den Weiterbildungserfahrungen im Leipziger Lehrgang für DaZ-Lehrkräfte in der Alphabetisierung ( www.alpha-lehrgang-leipzig.de ) und zum anderen auf der auslandsbezogenen Vorläufer-Publikation "Fokus Alphabetisierung bei der Sprachförderung im Rahmen des Ehegattennachzugs". In praxisnaher Weise werden auf der Grundlage zahlreicher Video- und Materialbeispiele methodische Grundlagen zur Spracharbeit mit wenig literalisierten erwachsenen Migrant/inn/en vorgestellt, die im Selbststudium aufgabenbasiert vertieft werden können.

Projektleitung: Prof. Dr. Karen Schramm
Projektmitarbeiter: Diana Feick & Anja Pietzuch
Finanzierung: Goethe-Institut (2011-2012)
Kontakt: karen.schramm@uni-leipzig.de

Textsorten: Linguistische und sprachdidaktische Untersuchungen

Das Projekt setzt sich zum Ziel, ca. 20 wenig untersuchte, aus sprachwissenschaftlicher, landeskundlicher und didaktischer Sicht aber relevante Textsorten umfassend zu untersuchen und so einen Beitrag zur Textsorten- und Textlinguistik zu leisten.
Die geplante Monographie wird die ausgewählten Textsorten exemplarisch in Hinblick auf ihre funktionalen, kommunikativen, textstrukturellen und sprachlichen Eigenschaften untersuchen. Bei der Auswahl der Texte stehen folgende Gesichtspunkte im Mittelpunkt: Mediale Vielfalt, Einschlägigkeit und Bandbreite bestimmter funktionaler und linguistischer Phänomene, potenzielle didaktische Relevanz, kulturell-landeskundliche Aspekte. 
Die konkrete Analyse der Textsorten umfasst in der Regel folgende Aspekte: Bestimmung der dominierenden und weiterer Textfunktionen und der kommunikativen Einbettung, Charakterisierung der Makro- und der Mikrostruktur, Beschreibung des inhaltlichen / thematischen Bereichs, Realisationsform (mündlich-schriftlich), textgrammatische, grammatische, stilistische und lexikalische Kennzeichen, Umgang mit der jeweiligen Textsorte (rezeptiv / produktiv relevant etc.), Ausblick auf verwandte Textsorten.

Projektmitarbeiter:

Laufzeit:

 

Prof. Dr. Christian Fandrych, Prof. Dr. Maria Thurmair, Universität Regensburg

2006-2010


Internationales Handbuch Deutsch als Fremd- und Zweitsprache / International Handbook German as a Second and Foreign Language

Das Projekt setzt sich zum Ziel, in zwei Bänden auf ca. 1600 Seiten einen  aktuellen Überblick über den Stand der Forschung des Faches zu geben. Das Handbuch stellt eine völlige Neubearbeitung der ersten Auflage dar, wobei als wichtige neue Schwerpunkte das Deutsche als Zweitsprache sowie die Kultur- und Literaturstudien verstärkt aufgenommen werden. Die Publikation soll 2010 erscheinen.

Herausgeberteam: Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm, Universität Wien, Prof. Dr. Christian Fandrych, Universität Leipzig, Prof. Dr. Britta Hufeisen, Technische Universität Darmstadt, Prof. Dr. Claudia Riemer, Universität Bielefeld
Laufzeit: 2007-2010


Erhebung von Sprachstand, Sprachfördermaßnahmen und Sprachverwendungserfahrungen in englischsprachigen Studiengängen an deutschen Hochschulen

Die Studie dient der Bestandsaufnahme von Sprachsituation sowie Sprachverwendungserfahrungen im Rahmen von postgradualen internationalen Studiengängen an deutschen Hochschulen. Am Beispiel von 5 ausgewählten internationalen Master-Programmen soll für die Wissenschaftssprachen Deutsch und Englisch ermittelt werden, wie sich der institutionelle Rahmen, der Sprachstand von Lehrenden und Studierenden sowie verschiedene Einstellungen bezüglich der Fremdsprachen darstellen.
Bildungs- und sprachpolitisch sind solche Erkenntnisse von zentraler Bedeutung, da in den letzten Jahren das Angebot an postgradualen fremdsprachigen Studiengängen an deutschen Hochschulen – nicht zuletzt aufgrund verschiedener Internationalisierungsinitiativen der deutschen Hochschulen und des DAAD – zugenommen hat. Mit der Einrichtung derartiger Studiengänge verband sich die Erwartung, dass die internationalen Studierenden durch studienvorbereitende und/oder studienbegleitende Deutschangebote relativ zügig eine ausreichende alltagssprachliche Kompetenz sowie eine zumindest rezeptive Kompetenz in der deutschen Wissenschaftssprache erlangen würden. Die Untersuchung kann diesbezüglich Aufschluß über erfolgreiche und weniger erfolgreiche Sprachfördermodelle geben und Einsichten in verschiedene studiengangspezifische Lösungen im Hinblick auf Sprachenwahl und -förderung bieten. Damit können erfolgreiche Modelle aufgezeigt und hochschul- und fremdsprachendidaktische Konsequenzen für die Planung von Sprachförderangeboten und die methodisch-didaktische Gestaltung von Lehrveranstaltungen abgeleitet werden. Relevant sind diese Einsichten nicht zuletzt für die (Weiter-) Entwicklung geeigneter Lernmaterialien im Bereich des akademischen Fremdsprachenlernens.
Das Projekt wird gefördert durch den DAAD und von der Universität Leipzig kofinanziert.
Am 21.4.2010 wurde ein 70-seitiger Ergebnisbericht beim DAAD eingereicht. Weitere Publikationen werden folgen.

Projektleitung: Prof. Dr. Christian Fandrych
Projektteam Prof. Dr. Erwin Tschirner
Beate Reinhold M.A., Betina Sedlaczek M.A. (Projektkoordination)
Antje Fröhlich (studentische Hilfskraft)
Laufzeit: 2008-2009

Integrierte webbasierte Plattform zur Evaluation fremdsprachlicher Kompetenzen (E-Testing)

Konzeption und Implementierung eines modular angelegten webbasierten Systems zur Abnahme von Sprachprüfungen und zur kursbegleitenden Leistungsmessung in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch für die Niveaustufen A1 bis C1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Projektleitung: Prof. Dr. Erwin Tschirner, Prof. Dr. Gerhard Heyer (Institut für Informatik), Dr. Olaf Bärenfänger
Mitarbeiter: Agnes Goldhahn, M.A., Sylvia Scholz, M.A., Andreas Bülow, M.A., Sven Laudel (Dipl. Inf.), Manuela Lentzsch sowie weitere WHK und SHK 
Laufzeit: 2006-2007 
Finanzierung: Haushaltsfinanzierte Forschung (Eigenanteil), Drittmittel (Programm „Förderung von Projekten zur Sicherung des nachhaltigen Einsatzes von eLearning an Hochschulen des Freistaates Sachsen")
Weiterführende Links: Sprachtest der Universität Leipzig
Flyer zum Sprachtest [PDF 240 KB]

Metakognitive E-Portfolios im DaF-Unterricht

E-Lernportfolios sind eine Ansammlung von Dokumenten, die es dem Lernenden ermöglichen, den eigenen Lernweg aktiv planen, beschreiten, dokumentieren und reflektieren zu können. Im Hinblick auf das Lernen bringen Online-Lernportfolios eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich, wie etwa eine stärkere Zielorientierung der Lehr- und Lernmaßnahmen, deren präzisere Planbarkeit, eine stärkere Einbindung der Lerner, eine insgesamt höhere Effektivität (Kosten- bzw. Zeitersparnis), eine größere Transparenz für alle Beteiligten, bessere Möglichkeiten der Erfolgskontrolle, Ansatzpunkte für ein konsequentes Risikomanagement sowie eine höhere Motivation der Lerner.

Projektleitung: Prof. Dr. Erwin Tschirner, Dr. Olaf Bärenfänger
Mitarbeiter: Lavinia Ionica, M.A. 
Laufzeit: 2005-2007 
Finanzierung: Haushaltsfinanzierte Forschung (Eigenanteil), Drittmittel (Programm „Förderung von Projekten zur Sicherung des nachhaltigen Einsatzes von eLearning an Hochschulen des Freistaates Sachsen")

Tandemprogramm an der Universität Leipzig

In dem Leipziger Präsens-Tandemprogramm werden ausländische Studierende mit den unterschiedlichsten Muttersprachen und Deutsche, die gerade diese Sprachen als Fremdsprache lernen, vermittelt. Bis Mitte November 2002 wurden z.B. 1022 Studierende für insgesamt 26 Sprachen vermittelt. Außerdem wird eine Sprachlernberatung angeboten, die den Studierenden dabei hilft Lernstrategien zu entwickeln, die für ihr weiteres Lernen von Vorteil sind. Das Programm hat einen sehr großen Erfolg bei deutschen und ausländischen Studierenden. Eine kleine Sendung dazu wurde schon über den TV-Sender Deutsche Welle ausgestrahlt; auch die Leipziger Volkszeitung hat darüber berichtet.

Weiterführende Links:

Tandembüro der Universität Leipzig


Der Tandemserver Leipzig

Der Tandemserver Leipzig als Spiegelserver des International Tandem Network s in Bochum. Über das International Tandem Network werden Tandempartner in aller Welt und für alle Sprachkombinationen vermittelt (bisher ca. 55 000 Lerner). Auf den Tandemservern befinden sich grundlegende Informationen über die Möglichkeiten im (e) Tandem eine Fremdsprache zu lernen. Hauptverantwortlich für das International Tandem Network sind Helmut Brammerts, Seminar für Sprachlehrforschung, Ruhr-Universität Bochum (Koordinator) und Prof. Dr. Karin Kleppin, Herder-Institut (Stellvertreterin).


TestDaF

Der TestDaF ist ein zentraler, standardisierter Test für Deutsch als Fremdsprache. Er richtet sich an Studierende, die die ein Studium in Deutschland aufnehmen wollen und hierfür einen Nachweis ihrer deutschen Sprachkenntnisse brauchen oder die in ihrem Heimatland ihre Deutschkenntnisse nachweisen müssen. Verantwortlich für die Erstellung, Organisation und Korrektur der Prüfung „Test Deutsch als Fremdsprache" ist das TestDaF-Institut. Es wurde Anfang 2001 in Hagen als An-Institut der FernUniversität Hagen und der Ruhr-Universität Bochum eingerichtet. Rechtlich und finanziell wird das TestDaF-Institut von der Gesellschaft für Akademische Testentwicklung e.V., Bonn getragen, zu deren Gründungsmitgliedern u.a. die Universität Leipzig gehört.

Als Vertreter des Rektors wirkt Prof. Dr. Erwin Tschirner, Herder-Inistut in der Gesellschaft für akademische Testentwicklung e.V. mit. Weiterhin ist sie Mitglied im Direktorium des TestDaF-Instituts, das das TestDaF-Institut in wissenschaftlichen Fragen berät.

Weiterführende Links:

Tandembüro der Universität Leipzig

 

 

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