ZuMult am Start!

Neues DFG-Projekt am Herder-Institut: Zugang zu multimodalen Korpora gesprochener Sprache (ZuMult)

Am 1.1.2018 startet am Herder-Institut der Universität Leipzig ein neues, kooperativ angelegtes DFG-Forschungsprojekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, Sprachkorpora auf neue Weise nutzbar zu machen und die Anwendungsbedürfnisse verschiedener Nutzer systematisch zu berücksichtigen.

Zahl und Umfang von Korpora der gesprochenen Sprache wachsen ständig, auch die Nutzungsmöglichkeiten werden zunehmend ausdifferenziert. Allerdings sind die bestehenden Sprachkorpora in ihrer Anlage und ihren Nutzungsmöglichkeiten bisher noch nicht auf die Bedürfnisse und das Nutzungsverhalten von konkreten Anwendergruppen zugeschnitten. Zudem trifft man auf ganz unterschiedliche Zugangswege und Nutzungsinstrumente, je nachdem, mit welchem Korpus man arbeitet.

ZuMult hat sich zum Ziel gesetzt, die Zugangswege und Nutzungsmöglichkeiten für ausgewählte Korpora zu vernetzen, zu professionalisieren und v.a. mit Bezug auf verschiedene Nutzergruppen auszudifferenzieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Sprachdidaktiker_innen und Gesprächsforscher_innen - zwei Nutzergruppen, die in vorliegenden Umfeldanalysen als besonders relevante Zielgruppen ermittelt wurden. Auf der Grundlage einer korpusübergreifend einheitlichen Basisarchitektur werden zielgruppenspezifische Gestaltungen der Zugangswege entwickelt und umfassend evaluiert. Damit wird für zwei wesentliche Anwendungsfelder erstmals eine effiziente bedarfsgerechte Nutzung der Korpusressourcen ermöglicht. Gleichzeitig wird ein Beitrag zur Methodik der zielgruppenspezifischen Weiterentwicklung und Ausdifferenzierung von Nutzungsarchitekturen derartiger Korpora geleistet, der auch über das vorliegende Projekt hinausweist.

Das DFG-Projekt ZuMult ist auf drei Standorte verteilt: Herder-Institut an der Universität Leipzig (Projektleitung: Prof. Dr. Christian Fandrych), Institut für Deutsche Sprache, Mannheim (Projektleitung: Dr. Thomas Schmidt) und das Hamburger Zentrum für Sprachkorpora an der Universität Hamburg (Projektleitung: Dr. Kai Wörner). Das Projekt startet am 1.1. 2018 und läuft zunächst bis 2020.

Projektleitung am Herder-Institut: Prof. Dr. Christian Fandrych, ( fandrych@uni-leipzig.de ), Mitarbeiterinnen Dr. Cordula Meißner ( cordula.meissner@uni-leipzig.de ) und Dr. Franziska Wallner ( f.wallner@rz.uni-leipzig.de ).

 

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