Internationaler Workshop „Neue Konzepte zur Rolle der Literatur in Deutsch als Fremdsprache und Internationaler Germanistik" - 1.-4. September 2010 in Leipzig

Vom 1.-4. September 2010 trafen sich im Gästehaus Villa Tillmanns der Universität Leipzig 40 internationale Germanistinnen und Germanisten zu einem Workshop unter dem Titel „Neue Konzepte zur Rolle der Literatur in Deutsch als Fremdsprache und Internationaler Germanistik“.

 

Vor dem Hintergrund vielversprechender neuer Entwicklungen im Arbeitsbereich Literatur des Faches Deutsch als Fremdsprache sollten in drei Tagen intensiver Arbeit und Diskussion gemeinsame Problemstellungen genauer umrissen, neue Konzepte zu ihrer Lösung diskutiert und längerfristige Forschungskooperationen und -projekte auf den Weg gebracht werden.


Der Blick auf die Literatur hat sich in den letzten Jahren geändert, sowohl in der (internationalen) Germanistik als auch im Fach Deutsch als Fremdsprache. Auf Seiten der Germanistik ist der einstmals enge literaturwissenschaftliche Fokus kulturwissenschaftlich erweitert worden, mit bemerkenswert positiven Folgen für die literarischen Texte: Indem sie nunmehr als besonders komplex funktionierende ‚Relaisstationen‘ in einem Netzwerk von (literarischen und nichtliterarischen) Diskursen wahrgenommen wurden, wurden sie (wieder) interessant, schillernd, vieldeutig, generierten neue, spannende Themen und Fragestellungen (man denke nur an Stichworte wie „Postcolonial Studies", „Genderforschung", „literarische Anthropologie") - sie wurden plötzlich wieder relevant. Auf Seiten der Fremdsprachendidaktik und insbesondere des Faches Deutsch als Fremdsprache lässt sich Ähnliches konstatieren: Die Literatur erfuhr hier in den letzten Jahren ebenfalls eine bemerkenswerte Um- und Aufwertung, denn sie wurde in ganz neuer Weise als unverzichtbar für den Erwerb einer umfassenden kommunikativen Kompetenz erkannt, die über das Niveau dessen hinausgeht, was für elementare Alltags- und Fachkommunikation erforderlich ist, und die insbesondere eine der ‚symbolischen‘ Komplexität heutiger Gesellschaft angemessene Deutungskompetenz - ‚symbolic competence‘ (Claire Kramsch) - einschließt.

Auf dem Workshop „Neue Konzepte zur Rolle der Literatur in Deutsch als Fremdsprache und Internationaler Germanistik" sollten diese Entwicklungen und insbesondere die spannenden Perspektiven, die sich aus ihnen für die internationale Germanistik und das Fach Deutsch als Fremdsprache gleichermaßen ergeben, ausgelotet, diskutiert und in gemeinsame Forschungsprojekte überführt werden. Bei dem Workshop waren Vertreterinnen und Vertreter germanistischer Institute aus Spanien, Brasilien, Mexiko, Südafrika, den USA und Ägypten anwesend, mit denen das Herder-Institut im Rahmen von gemeinsamen Masterstudiengängen und Promotionsprogrammen kooperiert, sowie weitere Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland.

Der Workshop wurde veranstaltet von Prof. Dr. Claus Altmayer, Dr. Michael Dobstadt, Dr. Renate Riedner. 

Dabei wurden sie unterstützt von Nicole Mackus, M.A., und Rebecca Zabel, M.A., sowie von Sandra Süring und Susanne Wiedemann. 

Der Workshop wurde großzügig gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft [ http://www.dfg.de/ ] und der Vereinigung von Fördereren und Freunden der Universität Leipzig e.V. [ http://www.uni-leipzig.de/~foerder/ ]

Tagungsort

Gästehaus der Universität Leipzig
Wächterstr. 30 
04107 Leipzig

Veranstaltungsprogramm

Das Programm des Workshops, der im Kern aus einer Abfolge moderierter Arbeitsgespräche besteht, finden Sie hier:  Download [PDF, 52 kB]

Thesenpapiere

Hier können Sie sich die Thesenpapiere der Workshopteilnehmerinnen - und teilnehmer herunterladen: Download [PDF, 2,8 MB]

Teilnehmerliste

Eine Liste der Workshopteilnehmerinnen und -teilnehmer erhalten Sie hier Download [PDF, 54 kB] .

Kontakt

Prof. Dr. Claus Altmayer [ altmayer@rz.uni-leipzig.de ]
Dr. Michael Dobstadt [ michaeldobstadt@uni-leipzig.de ]
Dr. Renate Riedner [ riedner@uni-leipzig.de ]

 

 

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